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Kleine Helfer

Proxxon PS 13

Der Schleifpen ist mir ein liebgewordener Helfer geworden. Ich komme damit in fast jede Ecke meiner Modelle.


Verschiedene Aufsätze ermöglichen das.


Was allerdings stört, ist die Tatsache das viel zu wenige der quadratischen und dreieckigen Schleifpads auf den Bögen vorhanden sind. Alternativ schneide ich mir die Schleifpads aus Schleifpapier mit selbstklebender Rückseite.


Ich schneide mir die Pads gerne etwas größer zu um noch besser in die engsten Stellen zu gelangen.





Gravierhilfe

Sehr oft müssen Fugen nachbearbeitet werden. Dafür habe ich mir aus einer "Laubbesenborste" eine Gravierhilfe geschliffen.


Auch ein Stück eines PUK-Sägeblattes welches ich in den Griff des Skalpelmessers spannen kann nutze ich für lange Geraden.





Blattfedern aus Verpackungsbandstahl

Verpackungsbandstahl bekommt man auf jedem Baumarkt in der Baustoffabteilung hinterhergeworfen.Es gibt unterschiedliche Güten ! Ich habe mich für die Lackierten entschieden da diese leichter mit der Blechschere zu schneiden sind und auch etwas weicher als die metallisch blanken Sorten.

1.Der Bandstahl wird in der Mitte Markiert um beim Anreißen der Mittellinie diese besser sehen zu können.Hier wurde ein weißer Lackstift verwendet.


2.Mittels Blechschere wird der Streifen mittig getrennt.


Es entstehen zwei acht Millimeterstreifen.


Nun wird die Länge der ersten Lage ermittelt.Dazu muss als erstes geklärt sein ob ich an beiden Seiten ein Auge oder an einer Seite ein Auge und an der anderen eine andersartige Befestigung möchte.

Augen biege ich mit einer Kombizange über einen 3mm Nagel.Dort wo der Blechanfang nach dem biegen auf den Blechstreifen trifft markiere ich die Stelle und öffne das Auge wieder um den Materialverbrauch für ein Auge zu messen.


Die Länge der ersten Lage errechnet sich aus

dem Materialverbrauch für die Augen

Plus Aufhängungsabstand

Plus 10mm für die Biegung der Feder.

Angenommen der Abstand der Aufhängungspunkte beträgt 90mm und der Materialverbrauch für ein Auge 16mm ergibt das folgende Rechnung (2x16mm=32mm, 32mm+10mm+90mm=132mm für die erste Federlage)

Nach dem ablängen und anbiegen der Augen sollte das Ergebnis so aussehen.


Alle anderen Lage werden nun 10mm kürzer als die vorherige zugeschnitten.Da die erste ja 100mm (Abstand der Aufhängungspunkte 90mm plus 10mm für die Biegung) lang war geht es mit 90mm , 80mm , 70mm weiter. 

Nachdem die Mitte der einzelnen Federn , mit einer Bohrung , die wenigstens 1mm größer , als die zum verschrauben des zukünftigen Federpaketes , gedachte Schraube sein sollte , versehen wurden, werden die Enden der Federn Konisch geschnitten.


Die einzelnen Federn werden nun in Form gebogen.Am besten geht das zwischen Daumen und Zeigefinger mit viel Gefühl.


Anschließend wird das Blattfederpaket geschliffen und lackiert.

.

Beim IFA H6 sah das im eingebauten Zustand dann so aus.Da auch die Vorderachse ein Eigenbau ist wurde diese direkt mit dem Blattfederpaket verschraubt.


Und so sehen die Federn beim Sentinel aus.



Kotflügel im Eigenbau

Aus Aluminium - , Kupfer - oder Messingblech stelle ich meine Kotflügel selber her.Das Spart nicht nur Kosten sondern hebt den Eigenbau aus der Masse hervor.

Aus Aluminiumblech habe ich einen Streifen in der benötigten Breite plus 4mm abgeschnitten.


Nun wird das ganze auf die entsprechende Länge gebracht.Bei genaueren hinsehen sieht man oben und unten eine Linie (jeweils 4mm) diese wurde mit dem Meßschieber als Streichmaß erstellt.


Da ich hier die hinteren Kotflügel für den IFA H6 baue brauche ich diese nur abzukanten.Das geschieht am einfachsten in einem Schraubstock mit sanfter Gewalt.Nachdem der Richtige Winkel erreicht ist,geht es zum biegen der seitlichen Abkantung.


Dafür verwende ich eine Flachzange . An der angezeichneten Linie (4 mm) arbeite ich mich langsam unter leichtem Druck in Biegerichtung entlang. Je öfter dieser Vorgang wiederholt wird um so sauberer ist das Ergebnis.Es ist damit sogar möglich ohne Materialaussparungen "um die Ecke" zu biegen.


Das Ergebnis sieht nun so aus.Die Flächen und Flanken werden nun geschliffen und wenn nötig leicht überspachtelt um noch vorhandene Unebenheiten zu beseitigen. Anschließend grundiere und lackiere ich alles.


Der eben gebaute Rohbaukotflügel am IFA H6



Polystyrolplatten schneiden

Am Beispiel schneide ich gerade einen 7mm Streifen zurecht.

Es werden nur wenige Hilfsmittel benötigt. Lineal,Bleistift,Schneidlineal oder ähnliches, Cuttermesser oder Skalpelmesser reichen aus.

Zuerst wird mit Lineal und Bleistift angezeichnet.


Nun wird das Schneidlineal ( ich verwende ein Stück Aluminium-Winkelprofil) Aufgelegt. Da ich hier einen Streifen schneide arbeite ich an der Tischkante.


Mit dem Cuttermesser fährt man nun mit wirklich sanftem Druck an der Schneidkante entlang. Es nicht darum besonders tief in das Material einzudringen. Ein leichtes Ankratzen genügt erst einmal. Im nächsten durchgang kann der Druck auf das Messer erhöht werden. Die im ersten Durchgang erzeugte leichte Spur verhindert nun das die Klinkenspitze eigene Wege geht. Im dritten Durchgang sollte eine gut sichtbare Schnittfuge zu sehen sein. Das Material möglichst nicht durchschneiden.


Mit leichtem Druck wird nun der Streifen umgeknickt. Beim zurückknicken bricht im Normalfall der Streifen ab.


Nun sollte nur noch die Schnittkante verputzt werden.


Das geschieht entweder mit dem Cuttermesser welches senkrecht gehalten über die Kante gezogen wird oder mit geeigneten Schleifmitteln.


Eine so finde ich  sehr schöne Lösung für das Laden des Fahrakkus ohne diesen aus dem Modell zu entnehmen stammt von Manuel Keller , der mir einige Zeit ein netter Lehrmeister war.

mit freundlicher  Genehmigung von Manuel Keller      http://www.mk-rc-racing.de                 


Drei Rundstahlabschnitte befestige ich mit doppelseitigen Klebeband im Schraubstock.


Dazwischen kommt das Alu-Profil. Durch zusammendrehen der Backen wird das Alu-Profil

gebogen. Dreht man dieses nun um 180 Grad erfolgt die Biegung in entgegengestzter Richtung.


Und so sieht es dann aus, wenn alles richtig gemacht wurde.

Die Rahmenkonur ist auf Karton gezeichnet und dient als Vergleichsvorlage.


 
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